Öle & Fette
Butter & Rahm
Du musst Butter und Rahm nicht komplett streichen. Nutze sie eher für einen bewusst gewählten Geschmack und greife beim täglichen Kochen häufiger zu Alternativen mit einer günstigeren Fettzusammensetzung.

Warum wir es so einordnen
Butter und Rahm bringen vor allem gesättigte Fette mit. Deshalb empfehlen wir, nicht jedes Gemüse in Butter zu garen und nicht jede Sauce auf Rahm aufzubauen. Der sinnvolle Schritt ist ein häufiger Austausch im Alltag; ein kleines Stück Butter macht eine Mahlzeit nicht automatisch schlecht.
Gesättigte und ungesättigte Fette sind verschiedene Fettarten. Viele gesättigte Fette können das LDL-Cholesterin im Blut erhöhen; hohe LDL-Werte begünstigen Ablagerungen in Blutgefässen. Ersetzt du einen Teil durch ungesättigte Fette, kann das den LDL-Wert verbessern. Genau dieser Austausch ist hilfreich – einfach zusätzlich Öl zu essen hat nicht denselben Nutzen.
So kannst du heute anfangen
Für sanft gegartes Gemüse kannst du statt Butter etwas Oliven- oder raffiniertes Rapsöl verwenden. Für eine cremige Suppe püriere Gemüse oder gegarte weisse Bohnen mit: So brauchst du weniger Rahm. Beim Backen funktioniert ein Austausch nur mit einem dafür passenden Rezept.
Menge zum Ausprobieren
Eine kleine Menge für den gewünschten Geschmack
Als Orientierung für deine Mahlzeit, passend zu Hunger und Rezept.Beim nächsten Einkauf
Kaufe Butter oder Rahm für ein bestimmtes Gericht und plane die Menge bewusst. Beide enthalten Milch; auch laktosefreie Varianten bleiben bei einer Milchproteinallergie ungeeignet.
Für die Zubereitung
Beim Dünsten kann Öl einen Teil der Butter ersetzen. Öl bindet und schmeckt anders als Rahm; eine Sauce und besonders Gebäck brauchen eine passende Rezeptanpassung.
Öle vergleichen: kalt, warm oder heiss?Wenn du etwas austauschen möchtest
Zum sanften Garen eignet sich Olivenöl. Pürierte weisse Bohnen machen Suppen cremig, Tahin passt in ein Dressing. Wähle die Alternative also nach dem Gericht – sie sind kein Ersatz im gleichen Mengenverhältnis.
Wie kommt die Einordnung zustande?
Inflivo ordnet die Rolle des Lebensmittels in einer pflanzenbetonten, entzündungsbewussten Ernährung ein: Ballaststoffe und Vielfalt, Fettqualität, Eiweissquellen sowie Zucker, Salz und Verarbeitung werden im Zusammenhang betrachtet. Portionsgrösse und der mögliche Austausch zählen mit.
Das Barometer ist eine redaktionelle Alltagshilfe, kein klinisch validierter Score und keine Aussage über deine Entzündungswerte. Forschung zu Ernährungsmustern beweist nicht die gleiche Wirkung für jede einzelne Zutat. «Bevorzugen» bedeutet bei Öl oder Tahin deshalb eine kleine, passende Menge.
Verträglichkeit & Kennzeichnung
Ölsorte und Hitze zusammendenken: Olivenöl oder raffiniertes Rapsöl zum sanften Garen, HOLL-Rapsöl oder HO-Sonnenblumenöl für grosse Hitze. Nicht rauchen lassen.
Enthaltene Allergene der Grundzutat: Milch.
Quellen: Was ist belegt?
Allgemeine Orientierung für Erwachsene. Bei Erkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit können andere Empfehlungen gelten. Redaktioneller Quellenstand: 29. September 2026.
Dreijährige randomisierte PREDIMED-Teilstudie bei 285 Erwachsenen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko. Untersucht wurde ein gesamtes Ernährungsmuster mit Olivenöl oder Nüssen; daraus folgt keine Entzündungsnote für eine einzelne Zutat.
Gesättigte Fette durch ungesättigte Fette oder ballaststoffreiche Kohlenhydratquellen ersetzen; entscheidend ist der Austausch.
Die Abschnitte 3, 4 und 6 erklären, warum der Austausch gesättigter durch ungesättigte Fette für Blutfette und Herz-Kreislauf-Risiko relevant ist.
Hohe LDL-Cholesterinwerte sind ein Risikofaktor für Ablagerungen in Blutgefässen. LDL ist kein Entzündungswert.
BLV · Schweizer Ernährungsempfehlungen
Bildhinweis
Illustrative Darstellung von Inflivo, mit KI erstellt. Das Motiv dient der Erkennung des Lebensmittels und zeigt kein konkretes Produkt.
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